Türkei, Gaziantep

Datum: 28. Dezember 2021

Gaziantep – unser Start in Südostanatolien

Mit Ankunft in Gaziantep sind wir im Gebiet Südostanatolien angekommen. Wir befinden uns etwa 60 Kilometer von der türkisch-syrischen Grenze und etwa 130 Kilometer von Aleppo entfernt. Gemäss den Sicherheitsbeurteilungen der Schweiz und Deutschland ist in der Region, in welcher wir uns nun befinden, höhere Vorsicht geboten. Durch unseren weiteren Recherchen gehen wir momentan davon aus, dass wir uns jeweils gut informieren, welche Strecke wir fahren und nicht einfach irgendwo in die Landschaft fahren und dort übernachten, gleichzeitig es aber gerade in den Städten womöglich sicherer ist, als beschrieben. Wir sind gespannt, was unsere Eindrücke von Südostanatolien sein werden.

Ehemaliges Armenienviertel

Als erstes schlendern wir durch das ehemalige Armenienviertel und steuern eine enge Gasse mit mehreren kleineren Restaurant an. Es fühlt sich nun schon anders an. Die Stoffe sind anders, die Sitzkissen sind in verschiedenen Farben, die Hauptfarbe ist rot. Die Wörter der Menschen klingen anders, womöglich weil nun auch öfters arabisch oder kurdisch gesprochen wird. Wir sind aber noch nicht so gut im unterscheiden der hier gesprochenen Sprachen.

Bazar

Der Bazar in Gaziantep wirkt von den Gebäuden sehr modern und doch ist es faszinierend, immer wieder in eine neue Gasse zu schlendern und die vielen Eindrücke wirken zu lassen. So kann es sein, dass wir so eben noch bei den Süssigkeitenverkäufern waren und dann plötzlich über mehrere Gänge, Räume und manchmal sogar Stockwerke in Stoffen, Nähmaschinen und Fäden umher irren.

Wie weiter?

Während dem Schlendern in Gaziantep reflektieren wir die letzten Tage: Flo schafft es irgendwie fast nicht, sich wieder vollständig aufzuwärmen. Zwar ist es hier wieder milder, aber irgendwie bleiben Flos Hände mehrheitlich kalt. Zusätzlich haben wir nun zwei Nächte auf Parkplätzen verbracht und irgendwie wollen wir dies für die nächsten Tage nicht.

Übernachtung

Für heute steuern wir nochmals einen praktischen aber in dieser Jahreszeit tristen Schlafplatz an. Etwas ausserhalb der Stadt bietet die Gemeinde die Möglichkeit, bis zu drei Nächten kostenlos auf einem überwachten Areal zu übernachten inklusive Toiletten, heissen Duschen und Wasser. Sogar die Waschmaschinen dürfen kostenlos benutzt werden. Alles ist simpel, teilweise auch etwas heruntergekommen, aber ich muss sagen, ein solches Angebot wie von dieser Gemeinde habe ich seit unserer Reise nicht gesehen.

Doch ich merke, es wird dringend Zeit, einen schönen Schlafplatz in der Natur oder in der Stadt zu finden, Flo’s Augen wirken trotz den vielen spannenden Eindrücken traurig. Ich beginne mit den Recherchen auf iOverlander, Park4Night, im Reiseführer, auf Google Maps und auf Hotelbuchungsseiten. Der Entscheid ist schnell gefällt: In Şanlıurfa schauen wir für ein schönes Zimmer im Zentrum. Ich habe drei rausgeschrieben, die interessant klingen, wir wollen sie aber direkt vor Ort anschauen und nicht im voraus buchen.

Baklava

In Gaziantep soll es die besten Baklava geben. So wollen wir uns diesen Genuss nicht entgehen lassen und werden um eine Erfahrung für unseren „Reiserucksack“ reicher. Während wir vier verschiedene Baklava im Lokal testen und geniessen (Ja, ich muss sagen, ich finde sie zwar immer noch sehr süss aber heute schmecken sie mir. Habe ich jetzt die Sorte erwischt, die ich mag oder ist mein Körper nun an grössere Mengen Zucker gewöhnt?), kommen fünf Personen rein und wir lernen, wie ein Baklava-Einkauf womöglich funktioniert: Zu erst fragen sie alle Kilopreise der Sorten ab, testen dann die Baklava, die sie interessieren und die, die ihnen entsprechen, werden dann kiloweise gekauft. Wir sprechen hier von 4 Personen die zusammen um die 6-8 kg Baklava gekauft haben.

Garagenbesuch

Auch hier in Gaziantep zieht es uns ins „Autoviertel“. Wir wollen eine kleine Blecharbeit erledigen lassen. Nach zwei Stunden in der Garage ist alles erledigt und für uns geht es Richtung Şanlıurfa.

Übernachtungsort: 28.12. Gratis Camping, Gaziantep

4 Gedanken zu „Türkei, Gaziantep

  • 25. Januar 2022 um 17:47
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    Hi Zusammen
    Es ist spannend eure Blogeinträge zu lesen. Herzlichen Dank. Vesonders cool finde ich die kürzeren Blogeinträge. Diese kann man zwischendurch im Zug oder vor dem zu Bett gehen lesen. Wirklich klasse!

    Antwort
  • 31. Januar 2022 um 19:03
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    Hi Tobi
    Danke für dein Lob. Bei meinen Texten: Meist nehme ich mir vor, alles etwas kürzer zu halten. Während dem Schreiben kommt mir dann noch so viel mehr in den Sinn und dann eskaliert es wieder ein wenig. Sorry dafür 😉

    Antwort
    • 6. Februar 2022 um 22:32
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      Hi Flo
      Das ist doch kein Thema und entschuldige dich doch nicht. Es macht Spass eure Reise durch die Blogs ein wenig mitzuerleben

      Antwort

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