Armenien, Sewansee

Datum: 06. Juni – 10. Juni 2022

Auf zum Sewansee

Heute wollten wir die grĂŒne Hochebene verlassen und ein schönes PlĂ€tzchen am Sewansee finden – denn es ist Sarahs Geburtstag. Über die holprige Piste geht es zurĂŒck auf die asphaltierte Strasse. Durch kleine Dörfer kommen wir dem Sewansee immer nĂ€her. Kurz wird noch gestoppt, eingekauft, Bargeld organisiert und das Auto gewaschen.

Kurze Zeit spÀter befinden wir uns am Ufer des Sewansees, welcher eine doppelt so grosse FlÀche wie der Bodensee besitzt. Umgeben ist der See von vielen Blumen in prÀchtigen Farben und in der Ferne sieht man Berge und Vulkane.

Sarahs Geburtstag

Der angesteuerte Ort entpuppt sich als GlĂŒcksgriff. Wir parken etwas erhöht direkt am Seeufer und haben eine wunderbare Aussicht auf die andere Seite des Sees und die schneebedeckten Berge. Nach dem Einrichten wird erst einmal ein Apfel-Geburtstagskuchen im Omnia zubereitet und mit einem Bierchen angestossen. Sarah nimmt GeburtstagswĂŒnsche am Telefon entgegen, wĂ€hrend dem ich die Feuerstelle vorbereite.

Wir lösen gerade die Markise, da beginnt Sarahs Telefon zu klingeln. Sarah geht ran und ich widme mich anderen Sachen. Plötzlich zieht ein starker Wind auf. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie die Markise abhebt und vor meinem geistigen Auge sehe ich, wie die Markise ĂŒber den Bus fliegt und fĂŒr immer verloren ist. Zum GlĂŒck können wir sie noch festhalten und so Schlimmeres verhindern. Trotzdem wird sie auf der einen Seite in Mitleidenschaft gezogen und muss wieder repariert werden.

Als Abendessen gibt es heute Älplermagronen mit Apfelmuss, welches rechtzeitig vor dem nahenden Regen fertig wird. Auf das Feuer mĂŒssen wir leider verzichten, der Wind und der Regen sind zu stark. DafĂŒr gibt es einen kuschligen Abend im Bus mit Regentropfengetrommel auf dem Dach.

Entspannen und Geniessen

Uns gefĂ€llt es an diesem Platz hier so gut, dass wir fĂŒnf NĂ€chte bleiben. Dies haben wir auf unserer Reise noch nie gemacht und wir sind selber darĂŒber erstaunt. Der Platz lĂ€dt einfach zum entspannen ein. Besuch bekommen wir nur von ein paar KĂŒhen, welche hier regelmĂ€ssig Wasser trinken gehen, einem streunenden und abgemagerten Hund und dem Kuhhirten.

Der Kuhhirte ist aber sehr zurĂŒckhaltend und winkt bei seiner tĂ€glichen Runde nur kurz zu und verschwindet dann mit seinem Pferd und dem Hund im Dickicht. Sarah nennt den Hunden „Löwen“, weil er so grosse Pranken hat. Der Rest ist leider ziemlich abgemagert und so erhĂ€lt er von uns zwischen durch wenigstens etwas gekochten Reis – etwas anderes haben wir leider nicht dabei. Damit noch etwas KrĂ€ftigendes dabei ist, mischen wir jeweils etwas Butter oder Milch mit rein, was dann gierig verschlungen wird.

Ansonsten beobachten wir die schönen Stimmungsbilder ĂŒber dem See, wenn sich jeweils gegen Abend das Sommergewitter zusammenbraut. HĂ€tten wir mehr Wasser und Essen, könnte ich noch lĂ€nger hier bleiben. Sarah hat aber ein Ziehen und will weitere Teile des Landes entdecken.

Gegen Ende unserer Zeit am See kommen noch Chiara und Beni vorbei. Die Beiden kennen wir aus Sissian und freuen uns, sie hier nochmals zu treffen, sich auszutauschen und zusammen eine gut Zeit zu verbringen.

Nach fĂŒnf NĂ€chten am selber Ort nehmen wir Abschied und machen uns auf den Weg nach Dilijan. Es hat gut getan, lĂ€nger an einem Ort zu stehen und einfach Energie zu tanken und die Ruhe zu geniessen.

Übernachtungsorte: 06.-10.06. Umgebung Tsapatagh

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.