Oman, Sugar Dunes

Datum: 08. April – 10. April 2022

Anfahrt zu den Sugar Dunes

Inspiriert durch einen vor lĂ€ngerer Zeit gelesenen Blogeintrag und der Beschreibung im Offroad Guide Oman befinden wir uns nun auf dem Weg zu den Sugar Dunes: Eine weissen DĂŒnenwĂŒste, die direkt ans blaue Meer grenzen soll. Nach den vielen gefahrenen Kilometern und den tĂ€glich wechselnden SchlafplĂ€tzen könnten wir uns gut vorstellen, ein paar Tage an einem Ort zu bleiben und hoffen nun, dass die angesteuerte Region so schön sein wird, wie wir diese uns in unseren Köpfen ausmalen.

Bei den Koordinaten 20.3444, 57.7826 zweigt eine Piste von der Hauptstrasse ab und bringt uns in Richtung Meer. Die Piste ist stĂŒckweise mit Sand bedeckt, lĂ€sst sich aber weiterhin im 2-Rad-Antrieb fahren. Da dieser Teil der Piste von den Lastwagen des Salzabbaus und der Fischfarmen genutzt wird, ist der Weg klar ersichtlich.

Vorbei an den GebÀuden wird die Piste schmaler, ist jedoch weiterhin gut sicht- und fahrbar. Wir passieren einen Rohbau von kleineren HÀusern und fragen uns, ob hier wohl WohnhÀuser oder eher ein Hotel entsteht. Kaum daran vorbei, erreichen wir unsere Ziel: Die Sugar Dunes

Gegen unseren Erwartungen gehen die grossen, weissen DĂŒnen nicht direkt ins Meer ĂŒber, sondern zwischen den grossen DĂŒnen und dem Wasser befindet sich weiterhin eine Piste. Das heisst fĂŒr uns, es erwartet uns keine SanddĂŒnen-Challenge, um diesen schönen Ort zu erreichen, sondern nur mit etwas weniger Luft in den Pneus und 2-Rad-Antrieb erreichen wir diese Region.

Ein schöner Ort zum Sein

Mitten in die DĂŒnen wollen wir nicht fahren. Warum sollten wir das Risiko eingehen, uns irgendwo festzufahren, wenn wir uns gleich zwischen dem Weiss der DĂŒnnen und dem Blau des Meers einen Stellplatz suchen können? Ein bisschen Höhe und SandgefĂŒhl wollen wir aber schon, weshalb wir doch noch etwas mehr Luft ablassen, eine kleine DĂŒne anfahren und uns darauf einrichten.

In wenigen Minuten können wir uns nun zu Fuss in der weissen SandwĂŒstenlandschaft verirren oder, wenn wir die andere Richtung einschlagen, ewig im Wasser herumschwadern. Wir nutzen die Zeit, das eine oder andere zu erledigen, verbringen aber auch ganz viel Zeit im Wasser und am Relaxen.

Endlich ist dies alles möglich, ohne das uns Sand ins Gesicht peitscht, die Luftfeuchtigkeit uns kribbelig macht oder irgendwelche Tiere uns in Bewegung halten. Klar, hat der Oman auch hier fĂŒr uns Tiere bereit, doch diese versetzen uns nicht in Unruhe, sondern sind mit ihrem eigenen Alltag beschĂ€ftigt.

Wir verbringen drei erholsame und schöne Tage an diesem Ort. Ein Ort, der uns mit seinen wechselnden Farben und Stimmungen verzaubert hat.

Wegfahrt

Erholt und zufrieden packen wir zusammen. Die gut ersichtliche und steinige Piste verlĂ€uft weiter der Bucht entlang. Kurz vor dem Ende der Bucht fĂŒhrt sie etwas ins Landesinnere. Einen Moment lang sind wir unsicher, welche der vielen Spuren nun die unsere ist. Schnell finden wir aber die, welche uns zum Strand Khaluf fĂŒhrt. Hier ist nun 4×4 und weniger Reifendruck angesagt, um nicht im feinen Sandstrand stecken zu bleiben. Der kilometerlange Strand wĂ€re wohl ein weiterer wunderschöner Ort wĂ€re er nicht von MĂŒll und Fischresten ĂŒbersĂ€t. Durch die LĂ€nge des Strandes wird uns das Ausmass der Verschmutzung erst recht bewusst: Leere Ölflaschen, Fischernetze, unzĂ€hlige gebrauchte PET-Flaschen, Schuhe, PlastiksĂ€cke in allen Farben, usw. Wir sind still wĂ€hrend unserer Fahrt, das Bild betrĂŒbt uns. Kurz vor dem Fischerdorf wechselt der Sanduntergrund wieder zu einer Piste und bald darauf in Asphalt.

Übernachtungsorte: 08.04. – 10.04. Sugar Dunes

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