Griechenland, Region Epirus

Datum: 17. Oktober – 19. Oktober 2021

GrenzĂŒbergang Mavromati

Ich habe auf einer Seite gelesen, dass man sich beim GrenzĂŒbergang Mavromati auch wenn man geimpft ist, testen lassen muss (kostenlos). So etwas hören wir alle das erste Mal und auch die RĂŒckmeldungen aus den digitalen Overlanding Gruppen sprechen dagegen. Mal schauen…

Butrint FĂ€hre

Von Ksamil geht der direkteste Weg sĂŒdlich weiter Richtung Griechenland mittels der Butrint FĂ€hre. Schon im vornherein haben wir vereinbart, dass wir erst den Preis klĂ€ren und so machen wir es auch. Pro Bus soll es 7 Euro kosten, was wir alle im VerhĂ€ltnis viel finden. Wir vereinbaren 5 Euro, auf der anderen Seit sind es dann doch 7 Euro. Naja, ich wĂŒrde wohl ein nĂ€chstes Mal nicht mehr hier durchfahren, einfach weil es mich irgendwie nervt und ich den Preis im VerhĂ€ltnis zu anderen Dienstleistungen in Albanien zu hoch finde. Aber naja, manchmal ist es einfach wie es ist.

GrenzĂŒbergang

Die Ausreise aus Albanien geht schnell und ohne Vorkommnisse. Bei der Einreise in Griechenland steht gross angeschrieben, dass wir jetzt dann gleich die EU betreten und es wirkt schon etwas anders: Alle tragen Masken und Handschuhe. Uuuund, Flo und ich werden auf Covid-19 getestet, Sarah und SĂ€mi nicht. Die Logik verstehe ich nicht, aber das Wichtigste: Wir sind beide negativ. TschĂŒss Albanien, Hallo Griechenland.

Fokus in Griechenland

Immer bevor wir in ein neues Land einreisen, ĂŒberlegen Flo und ich uns, was der Schwerpunkt im Land sein könnte. Dies hilft uns, Routenentscheidungen zu fĂ€llen und eine Grobplanung zu machen ohne uns in all den Möglichkeiten zu verlieren.

Als wir Griechenland auf der Karte angeschaut haben, waren wir doch zu erst etwas gefordert, im Gegensatz zu den bisher bereisten LĂ€nder wirkt Griechenland sehr gross (und die TĂŒrkei, die danach folgt, noch viel grösser). Umso mehr war uns ein Schwerpunkt wichtig und wir haben ihn gefunden: Klettern. Überrascht?

Wie kam es zu diesem Entscheid: Es wird nun auch bei uns herbstlicher, jedenfalls im Vergleich zu unserem Hitzesommer. Das Wetter wird unbestĂ€ndiger und regnerischer, weshalb wir weniger interessiert sind, in die Bergregionen zu fahren. NatĂŒrlich gĂ€be es auch da sehr viel Schönes zum Entdecken. Aktiv und Bewegung möchten wir aber trotzdem. Weiter ist Griechenland bekannt fĂŒr Klettern. Wir kennen uns nicht aus, sehen aber auf unserer Kletter-App einen Ort mit x KletterwĂ€nden. Der Ort heisst Leonidio und liegt im SĂŒden von Griechenland auf der Peloponnes. Dort soll es jeweils nochmals 2 bis 3 Grad wĂ€rmer sein als schon im sĂŒdlich gelegenen Athen.

Vielleicht gibt es da fĂŒr uns doch noch etwas Sonne und WĂ€rme. Nebst den klimatischen Bedingungen merken wir nach vier Monaten unterwegs sein die vielen EindrĂŒcke und wĂŒrden gerne alles etwas setzen lassen, um dann wieder voll aufnahmefĂ€hig fĂŒr Erlebnisse, EindrĂŒcke und Begegnungen zu sein.

Der Weg ist das Ziel

Ok, wir wollen also auf die Peloponnes, d.h. unsere Fahrt geht ganz in den SĂŒden und wir wollen vom GrenzĂŒbergang bis nach Patras auf der Peloponnes möglichst dem Meer entlang reisen. Es liegt eine Strecke von mehr als 300 Kilometern vor uns. Auf der Strecke sind also nicht die Orte das Ziel, sondern der Weg ist das Ziel und wir versuchen bei MeernĂ€he die Übernachtungen zu planen.

Igoumenitsa

Erster Stopp ist der Ort Igoumenitsa mit FĂ€hrhafen. Wir wollen uns mit einer griechischen SIM-Karte eindecken, leider Fehlanzeige. Es ist Sonntag und wir wieder in Europa: Die LĂ€den haben natĂŒrlich geschlossen. DafĂŒr essen wir wohl den grössten Gyros-/Pitateller welchen ich gesehen habe. Der Wind begleitet uns nach wie vor aber die Sonne ist auch wieder mehrheitlich da.

OstkĂŒste der Region Epirus

Die Strassen sind schmal und kurvig entlang der KĂŒste. Die Umgebung ist sehr grĂŒn, ich wĂŒrde es sogar als teilweise urwaldartig beschreiben. Es scheint verschiedenste kleine Buchten und StrĂ€nde zu haben, oft geschmĂŒckt mit dem TĂŒrkis des Ionischen Meeres. Da wir ohne SIM-Karte sind und noch unsicher, wie es so lĂ€uft mit freistehen in Griechenland ist unser erster Übernachtungsplatz auf dem Camping Sofas. Der Camping hat eigentlich schon geschlossen, wir sind aber nicht die Einzigen, die hier nochmals fĂŒr einen etwas gĂŒnstigeren Preis ĂŒbernachten können. Der Campinglatz gefĂ€llt mir mittelmĂ€ssig, aber es lĂ€sst sich gut leben fĂŒr eine Übernachtung und erfĂŒllt verschiedene Zwecke wie Duschmöglichkeiten, Wasser auffĂŒllen und Recherche zur weiteren Reise (wobei die Recherche sich etwas mĂŒhselig gestaltet, da das WiFi sehr schwach ist bei unserem Aufenthalt).

Ach ja, und Flo und ich mĂŒssen hier auch noch Reparaturen vornehmen. Ich bin vor ein paar Stunden rĂŒckwĂ€rts mit etwas Geschwindigkeit in einen Baum gefahren. Und wir hatten GlĂŒck, dem Auto selbst hat es nichts gemacht, aber der gesamte DachtrĂ€ger ist verschoben und eine der Aludachkisten doch sehr zusammengeschoben… Aber nach etwas Aufwand hat Flo die Kiste wieder ausgebeult, neu gedichtet und der DachtrĂ€ger ist wieder an der richtigen Position.

NĂ€chster Zwischenstopp machen wir in Patras. Wohl ein touristisch bekannterer Ort, bei unserer Ankunft angenehm ruhig. Wir geniessen das Schlendern und der Ort hat fĂŒr uns eine einladende AtmosphĂ€re.

Die nĂ€chsten zwei NĂ€chte verbringen wir freistehend nahe von StrĂ€nden. Der Wind, ja er ist immer noch da, aber die Sonne wĂ€rmt und wieder können wieder ins Meer. Wir haben mittlerweile auch herausgefunden, wie wohl die Handhabung bezĂŒglich verbotenem Wildcampen ist: Wird anscheinend meist toleriert, solange nichts draussen steht, ansonsten erhĂ€lt man eine Geldbusse. Mit dieser Handhabung können wir leben.

Da momentan der Weg das Ziel ist, wechseln wir tĂ€glich unseren Übernachtungsplatz und sind vor allem am Orientieren und Planen. Die ruhige und gemĂŒtliche AtmosphĂ€re, die netten Menschen, das Sein in der Natur und die fortlaufend zunehmenden Sonnenstunden pro Tag lassen uns gut in Griechenland ankommen.

Übernachtungsorte: 17.10. Perdika, Camping Sofas / 18.10. Umgebung Artolithia Strand / 19.10. Umgebung Kanali-Preveza-Strand

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