Slowenien, Höhlen, Burgen und Bunker

Datum: 09. Juli 2021

Höhlen Škocjan

In Slowenien gibt es x Möglichkeiten verschiedenste Höhlen zu besichtigen. Zwei touristisch aufbereitete Höhlen haben auch unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Die Höhlen von Škojan und die Höhlen von Postojan. Doch welche wollen wir nun anschauen? Die Postojan jame sind die zweitgrössten für Touristen erschlossene Tropfsteinhöhlen der Welt. Die Škojan Höhlen sind seit 1986 ein UNESCO Weltkulturerbe. Wir entscheiden uns für die Höhlen von Škojan. Fotos von dieser Höhle haben wir keine, da es nicht erlaubt ist zu fotografieren, aber ich versuche über Worte dieses Erlebnis etwas zu verbildlichen.

Nach einem kurzen Spaziergang vom Informationszentrum zum Eingang erklärt der Guide der gesamten Touristengruppe, dass beim Eintritt in drei kleinere Gruppen mit Abständen unterteilt wird. Momentan dürfen sie aufgrund der Covid-19-Auflagen keine längeren Stopps innerhalb der Höhlen machen, weshalb er nun hier draussen die Informationen geben wird. Er erzählt zu erst auf slowenisch und dann auf englisch über die Geschichte und die Fakten zur Höhle.

Durch einen von Menschen gemachten Höhlengang machen wir uns auf den Weg zum ersten Höhlenabschnitt, der „stillen Höhle“. Ein Weg führt uns durch die Tropfsteinhöhle, indirektes Licht weist uns den Weg und beleuchtet fein die verschiedenen Gebilde und Skulpturen. Das Gehtempo ist angenehm. Die Ruhe lässt uns in diese Welt eintauchen. Es ist weniger kalt als wir angenommen haben (haben lange Hosen und Pullover an), weshalb wir beide bald den Pullover wieder ausziehen. Im zweiten Abschnitt des begehbaren Teils, der „grossen“ Halle, begrüsst uns „der Riese“, der grösste Tropfstein des Höhlensystems. Als wir danach in die „rauschende Höhle“ mit dem Fluss Reka eintreten, bin ich sehr beeindruckt. Eine riesige Höhle eröffnet sich vor mir. Die Grösse der Höhle, die indirekte Beleuchtung des kleinen Wegs und die Stimmung erinnert mich sehr an die Filme von „Der Herr der Ringe“: Wie die Orkstadt im Nebelgebirge aber ohne Orks und andere Bösewichte.

Burg Predjama

Heute ist der Tag der Sehenswürdigkeiten. Denn gleich nach dem Mittagessen geht es weiter zur Burg Predjama. Der Weg führt uns vorbei an den Parkplätzen für den Besuch der Postojan Höhlen: X Parkfelder flitzen links und rechts an uns vorbei. Die meisten jedoch leer. Obwohl jetzt Saison ist, scheint auch hier nicht die volle Anzahl Personen zu Besuch zu sein, wie ansonsten. Ob dies Coronabedingt ist, weiss ich nicht genau, könnte es mir aber vorstellen.

Wir erreichen die Kiesparkplätze bei der Burg Predjama, Die Sonne scheint, die Hitze ist weiterhin da. Es geht jedoch ein feines Lüftchen. Uns erfasst beide die Müdigkeit. Flo gelingt es sofort, ein Nickerchen zu machen. Ich geniesse das Ausruhen, vertiefe mich jedoch in die Lektüre unseres Reiseführers. Trotz neuer Energie bleibt unser Besuch kurz bei der Burg Predjama. Die Audioguide-Tour im Inneren wird von Touristen gelobt, wir beide sind jedoch nicht sonderlich interessiert uns im Thema „Burgen“ zu vertiefen. Es reicht uns, den Bau der Burg von aussen zu bestaunen und die Kurzversion der Geschichte des bekanntesten Burgherrn nachzulesen: Der Raubritter Erasmus von Lueg.

Bunker

Ohne dass wir es vorher wissen, hält der heutige Tag noch eine weitere Besichtigung für uns bereit. Über Kieswege schlängeln wir uns durch einen Wald in der Nähe von Planina an den Rand eines Naturschutzgebietes für unser Übernachtungsplätzchen.

Dort angekommen ist eine Minute Fussweg entfernt ein Bunker. Wir stehen vor dem Bunkereingang, schauen in das Schwarz und eisige Kälte windet uns entgegen. Trotz Stirnlampen getrauen wir uns beide nicht sofort da rein zu gehen und verschieben die Besichtigung auf den nächsten Tag.

Etwa um 22:00 Uhr abends kommt ein weiterer Van auf den Platz. In Flipflops und voller Energie fragt uns der Typ, ob da unten der beschriebene Bunker ist und geht auf direktem Weg dort rein. Naja, da mussten wir schon etwas über uns Angsthasen schmunzeln. Am nächsten Tag betreten wir den 1,5 Kilometer langen Bunker und besichtigen gewisse Abschnitte. Mit Taschenlampen ausgerüstet bewegen wir uns Schritte für Schritt mal in die eine, dann in die andere Richtung. Ich war dann trotzdem froh, als ich mich wieder das Licht und die Sonne beim Ausgang begrüssten.

Für Personen, die sich für Höhlensysteme, Burgen und Bunker interessieren, hätte Slowenien noch viel mehr zu bieten, als wir jetzt hier beschrieben haben. Überall kann man sich mit diesen Themen beschäftigen und sehr viel selbstständig aufsuchen und erforschen. Wir sind da beide nicht sooo fasziniert, sondern wählen situativ und nach Lust und Laune aus.

Übernachtungsort: 09. Juli 2021 Umgebung Planina

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