Slowenien, Goriska Brda

Datum: 06. Juli 2021

Ein bisschen Offroad muss sein

So, wir sind wieder ready, eine neue Umgebung zu erkunden. Das NĂ€chste Ziel ist die Region Goriska Brda, also ganz in den Westen von Slowenien. Es ist eine der verschiedenen Weinregionen von Slowenien. Durch die Reise mit einem Bus, ist die Routenwahl natĂŒrlich auch immer ein Entscheidungsthema. Allgemein schalten wir in unseren Navigationsapp ein, dass Mautstrassen und Autobahnen vermieden werden sollen. Dieses Mal schaue ich mir zusĂ€tzlich die Karte an und sehe eine kleine Strasse mit dem Namen „Volčanski Rut“. Wenn alles klappt, kommen wir so frĂŒher in die höheren Ebenen anstatt dem Flusslauf zu folgen. Eine Umleitung lĂ€sst nicht zu, dass wir die die herausgesuchte kleine Strasse nehmen, aber etwas weiter, bei Kanal ob Soči können wir Richtung Lig abbiegen. Schnell verwandelt sich die Strasse in eine Schotterstrasse. Alles ist grĂŒn und Wald umgibt uns. Egal wie abgelegen uns die Wegabschnitte vorkommen, immer wieder begegnen uns die „Bienentransporter“. Das erklĂ€rt auch, weshalb in jeder Ecke Honig angeboten wird.

Es ist eine Schotterpiste immer wieder mal mit grösseren Steinen, aber nicht sonderlich anspruchsvoll. FĂŒr uns trotzdem eine gute Gelegenheit, unser Equipment zu testen und so auch unser Wissen und Können fĂŒr den Ernstfall in einem anspruchsvolleren GelĂ€nde zu trainieren. Wir lassen bei den Pneus mittels Manometers etwas Druck ab, orientieren uns dabei an den Richtwerten aus dem Handbuch von Herr Lehmanns Weltreise. Als wir bei Lig ankommen und somit auch wieder einer Teerstrasse begegnen, erhöhen wir den Luftdruck mit unserem 12V-Kompressor. Klappt alles, wir sollten nun wissen wie es geht.

Menschenleere in Gorsika Brda

Die Strecke von Lig fĂŒhrt uns in eine hĂŒgelige Landschaft. Immer sehen wir kleine Örtchen und zunehmend erhöht sich die Anzahl und FlĂ€chen von Weinreben.

Gonjače

In Gonjače stellen wir den Mitsu ab und geniessen auf dem Aussichtsturm das Panorama auf die Weinregion. Die Nachmittagssonne ist immer noch glĂŒhend heisst, die Farbe verĂ€ndert sich jedoch schon etwas und umhĂŒllt so die Gegen in erste Goldfarben. Ausser uns sehen wir keinen einzigen Mensch. Stimmt nicht ganz, vom Turm kommt uns ein Herr entgegen und fragt uns, ob wir vor kurzem bei einer Alm waren. Es stellt sich heraus, dass er den Alpe Adria Trail wandert und unseren Mitsu bei der Krn Wanderung auf dem Parkplatz gesehen hat.

Ć martno

Wir schlendern durch die Gassen des Dorfes Ć martno und haben die wenigen, kleinen und charmanten Strassen ganz fĂŒr uns. Ausser bei einer einzigen kleinen Bar sind nirgends Menschen zu sehen. Wir fragen uns, wie es wohl so im Juni hier aussah, wenn die Kirschenzeit ihre Hochsaison hat. Wir sehen nur noch die kleinen, leeren, roten MarktstĂ€nde.

Eigentlich wollten wir irgendwo auswĂ€rts essen, da aber alles geschlossen hat, ziehen wir uns zum Aussichtsturm zurĂŒck und geniessen die ruhige, sonnige Abendstimmung mit ein paar Schuljungs, die hier ihre Velorunden drehen.

Weinstrassen

Wir wĂŒrden gerne eine Weindegustation machen, die aufgesuchten Touristeninformationen sind jedoch nicht besetzt. Im Internet ist eine ganze Liste von WeingĂŒtern notiert. Wir entscheiden uns, einfach mal kreuz und quer durch die Region zu fahren, meist den markierten „Weinstrassen“ entlang.

Die Hitze nimmt fortlaufend zu und wir entscheiden uns um. Es ist Zeit fĂŒr uns, ans Meer zu fahren und eine Weindegustation auf ein unbekanntes Datum in der Zukunft zu verschieben.

Übernachtungsorte: 06.07. Umgebung Gonjače

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