Österreich, Vorarlberg

Datum: 19. – 20. Juni 2021

Start in Österreich

Huff, geschafft, wir sind über die erste Landesgrenze: Schweiz – Österreich. Etwas unvorbereitet starten wir in diesem Land. Die vorher herausgesuchten Passstrassen geben uns Orientierung, wo wir überhaupt langfahren und starten wollen. Dieser rote Faden dient uns, entsprechende Übernachtungsorte und Aktivitäten vorzu in der Umgebung herauszusuchen.

Rappenlochschlucht

Kaum über die Grenze sind wir auf dem Weg zur einer ersten Sehenswürdigkeit: Die Rappenlochschlucht. Der Weg geht gemütlich im Wald entlang des Wassers. In den Becken baden die Leute. Momentan ist nur ein Teil des Weges begehbar.

Ein Tafel informiert, dass oben eine toller Ausblick auf uns wartet. Also, ab bis zum Staufensee. Dies ist leider eine Fehlentscheidung. War der bisherige Weg schön und einladend, folgt nach dem Treppenaufstieg die Route der Strasse entlang. Ausblick haben wir weder auf dem höchsten Punkt, noch beim See. Dafür kommen wir bei dem warmen Temperaturen ordentlich ins Schwitzen. Dies hätten wir uns sparen können 😉

Klettern in Vorarlberg

Vor dem Start haben wir lange nachgedacht, ob wir nun unser Klettermaterial mitnehmen sollen oder nicht. Bei der Testfahrt war das Material unter dem Bett verstaut und wir habe es nicht einmal verwendet. Natürlich war bei der Testfahrt nicht das Klettern unser Fokus, sondern die letzten Vorbereitungen. Nach reiflicher Überlegung, haben wir uns dazu entschieden, das Klettermaterial mitzunehmen und wollen dies auch aktiv einsetzen.

Starten wir also doch gleich. Es muss ein Klettergebiet her, mit einfachen Routen (Österreich hat sehr viel Klettergebiete, aber unser Niveau grenzt es noch sehr ein :-), vielleicht wird sich dies ja ändern, mal schauen).

Klettergebiet Schnepfauerwald
Der Sektor Sonnenplatte bietet uns, was wir suchen. Eine Wand/Platte mit guten Griffen und Tritten. Achtgeben müssen wir nur auf die Länge der Routen (wir haben ein 70m Seil dabei). Kein anderer Mensch ist heute hier am Klettern – nur wir, die Wand und der Wald. Flo ist schnell wieder drin, klettert eine Route nach der anderen. Ich habe mehr Mühe mit dem Mut, als ich mir vorgestellt habe. Konnte ich eine gewisse Zeit doch bis zu einem Niveau von einem 6a klettern, habe ich heute auch schon bei den viel tiefer eingestuften Routen Mühe im Vorstieg zu klettern. Einerseits freut es mich, wieder zu klettern, andererseits bin ich frustriert, da ich mir nicht wirklich eingestehen will, dass es nun wieder etwas Zeit und einen Aufbau benötigt.

Übernachten und Glück trotz Gewitter

Gleich wie in der Schweiz ist das Wildcampieren in Österreich nicht erlaubt. Wir bleiben bei der bis jetzt bewährten Strategie: Ein Mix aus Wild und Camping, Kommentare lesen, Lage einschätzen.

Der Aufenthalt auf dem sehr schön gelegenen Camping Grosswalsertal ermöglicht uns nebst einer tollen Aussicht die Möglichkeit die Kleider in einer Waschmaschine zu waschen. Es ist Gewitter angesagt, also perfekt nichts zu machen und zu waschen – was für eine komische Überlegung. Natürlich kam der Regen, bevor alles trocken war und wir konnten unsere Fähigkeit, Schnüre in der Fahrerkabine zu spannen, testen. Trocken wurde dann alles am nächsten Tag in der Sonne.

Zusätzlich hätten wir um ein Haar unsere Markise zerstört und unser Auto beschädigt. Voller Freude über die nun funktionierende Markise wollten wir sie natürlich auf ihre Wasserfestigkeit testen. So kam es wie es kommen musste und neben Regen zog ein starker Wind auf. Blitzschnell räumen wir alles unter der Markise weg und lösen die Heringe um die Markise einrollen zu können. Als der erste Hering gelöst ist und Flo sich auf den Weg zum Zweiten macht, weht es mir die Markise durch eine heftige Böe fast aus der Hand. Nur mit Müh und Not kann ich sie festhalten und schlussendlich unter sintflutähnlichen Zuständen doch noch alles zusammenrollen und befestigen. Nochmals Glück gehabt und beim nächsten Mal sind wir hoffentlich schlauer.

Übernachtungsorte: 19.06. Umgebung Rheute / 20.06. Plazera, Camping Grosswalsertal

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